Hort-Notprogramm 2012/2013 (Stand April 2012)
Die Stadt Nürnberg reagiert auf das Fehlen von Plätzen
der Betreuung von Grundschulkindern mit einem zweiten Notprogramm
für das kommende Betriebsjahr 2012/2013 mit der Schaffung von
weiteren Betreuungsangeboten.
Plätze für Grundschulkinder in Kinderhorten und Häusern
für Kinder
In Nürnberger Kinderhorten gibt es derzeit 4 227 Plätze
für Grundschulkinder (ohne integrative Kinderhorte). Zusammen
mit den 1 090 Plätzen in Häusern für Kinder dieser
Altersgruppe (dies sowohl in Kitas der Stadt Nürnberg als auch
in Kitas der freien Träger) gibt es aktuell insgesamt 5 317
Plätze für Grundschülerinnen und -schüler.
Davon werden 3 653 Plätze in städtischen Kitas - einschließlich
der 150 Plätze in den beiden Zentralhorten - und 1 664 in Kitas
freier Träger angeboten.
Dabei ist wesentlich, dass die Anzahl der Betreuungsplätze
nicht, so wie früher, identisch ist mit der Anzahl der betreuten
Kinder. Grund dafür sind die individuellen Buchungszeiten und
die seit Inkrafttreten des BayKiBiG möglichen Altersmischungen
in den Kitas.

Anmeldesituation in den Horten für das Betriebsjahr 2012/2013
In den Kitas der Stadt Nürnberg standen dieses Jahr 733 freien
Plätzen insgesamt 1 799 Anmeldungen gegenüber. Der Anteil
der Zusagen stieg gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf
nun 41 Prozent.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote für Schulkinder
in Kinderhorten und Häusern für Kinder liegt derzeit bei
34 Prozent. Diese recht positive Entwicklung ist unter anderem auch
auf das Hort-Notprogramm seit 2011 zurückzuführen.
Schulische Mittagsbetreuung
Für Schulkinder bietet nach Angaben des Amtes für Allgemeinbildende
Schulen die schulische Mittagsbetreuung derzeit 3 238 Plätze
an, zusammen mit den 5 317 Plätzen in Kitas (in Kinderhorten,
Häusern für Kindern und Kindergärten) sind das 8
555 Plätze. Ein Teil dieser Plätze der Mittagsbetreuung
wird zum nächsten Schuljahr frei und kann damit wieder besetzt
werden.

Hohe Priorität für den Ausbau an Plätzen für
Grundschulkinder
Das Jugendamt der Stadt Nürnberg arbeitet derzeit, auch in
Abstimmung mit freien Trägern und dem Amt für Allgemeinbildende
Schulen, mit Hochdruck daran, für jedes Kind, das einen Platz
in einem Kinderhort benötigt aber noch keinen hat, eine individuelle
Lösung zu finden.
Neben dem bereits laufenden Hortausbauprogramm werden nochmalige
Platzaufstockungen in bestehenden Einrichtungen geprüft.
Aufgrund des Bedarfs, insbesondere in der Südstadt, wird ein
dritter Zentralhort eingerichtet. Als Standort für diesen Zentralhort
in der Südstadt mit 75 Plätzen sind die Fertighaus-Container
auf dem Gelände Frankenstraße100 vorgesehen.
Das Jugendamt wird hier über die geplanten Maßnahmen
für Schulkinder weiter informieren.
Selbstverständlich ist, dass die städtischen Kitas wie
bisher bei kurzfristig frei werdenden Plätzen auf die Eltern,
deren Kind auf der Warteliste steht, zugehen.
Anmeldetage in städtischen Kitas Anfang des Jahres
Der Anmeldezeitpunkt für städtische Kindertageseinrichtungen
wurde in diesem Jahr auf Jahresbeginn vorverlegt. So können
zum einen die Bedarfsschwerpunkte frühzeitig festgestellt und
zum anderen kann Engpässen frühzeitig entgegen gesteuert
werden.

Neue Kinderhorte in Fertighaus-Containern
Die beiden Zentralhorte wurden zum Herbst 2011 neu geschaffen,
ein weiterer kommt für Herbst 2012 dazu. Kinder aus umliegenden
Schulen, die keinen Platz im dortigen Kinderhort erhielten, werden
mit Bussen nach Unterrichtsschluss hin- und nach Hortende wieder
zurückgefahren.
Die qualitativen und personellen Standards des Bayerischen Bildungs-
und Betreuungsgesetzes gelten selbstverständlich auch für
die Zentralhorte.
Die Zentralhorte sind
Einen weiteren Fertighaus-Container mit 50 Plätzen erhielt
der Kinderhort in der Wandererstraße 170 Anfang des Jahres
2012 für Kinder aus dem Schulsprengel.
Geplant ist außerdem, auf dem Schulgelände der Grundschule
Am Thoner Espan 10 zum September 2012 einen Fertighaus-Container
für 50 Kinderhort-Plätze aufzustellen.
Bei Fragen zu den Zentralhorten wenden Sie sich bitte an das Jugendamt
unter Telefon 09 11 / 2 31-66 91.

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuungssituation
waren
- Wo erforderlich und räumlich bedingt auch möglich,
Aufstockung der Platzzahl (meist zeitlich befristet) in Kinderhorten
der Stadt Nürnberg und der freien Träger.
- Wenn räumlich und personell bedingt möglich, Betreuung
von Grundschulkindern in Kindergärten
- Erweiterung von bestehenden Kindertageseinrichtungen
- Einrichten von weiteren Mittagsbetreuungsgruppen (bei Bedarf
mit längerer Betreuungszeit) durch die Schulverwaltung
Die erforderlichen
- baurechtlichen,
- zuschussrechtlichen,
- aufsichtsrechtlichen und
- trägerbezogenen
Voraussetzungen zur Umsetzung des Hort-Notprogramms wurden durch
das erfolgreiche Zusammenwirken der Träger und Institutionen
geschaffen.

Situation vor Beginn des Schuljahres 2011/2012
Für das Schuljahr 2011/2012 wurden in städtischen Kindertageseinrichtungen
nur 565 Plätze für Grundschulkinder frei. Für etwa
tausend der während der Anmeldetage im März gestellten
Aufnahmeanträge stand kein Platz in einer städtischen
Kita zur Verfügung.
Auch nicht alle der in den Kinderhorten freier Träger angemeldeten
Schulkinder erhielten einen Betreuungsplatz. Laut der Zahlen von
Mitte März 2011 brauchten zu diesem Zeitpunkt 1 300 Schulkinder
einen Betreuungsplatz für September 2011.
Ein Teil dieser Kinder erhielt einen Platz in der schulischen Mittagsbetreuung.
Für die anderen wurden Plätze durch das Hort-Notprogramm
geschaffen.
Hausaufgabenbetreuung in Kinder- und Jugendhäusern
Die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt
Nürnberg, die Kinder- und Jugendhäuser, bieten Hausaufgabenbetreuung
für Schülerinnen und Schüler (circa 400 Plätze)
an.

Ausbauziel für Plätze für Grundschulkinder bis
Ende 2013
In den Kitas (Kinderhorte und Häuser für Kinder) in
Nürnberg gibt es aktuell insgesamt 5 317 Plätze, das entspricht
einer Versorgungsquote von 34 Prozent. Zählt man die weiteren
Angebote, wie Mittagsbetreuung, Ganztagsschulen und Kinder- und
Jugendhäuser dazu, so steht im Schuljahr 2012/2013 für
circa 61 Prozent der Grundschüler und Grundschülerinnen
ein ganztägiger Betreuungsplatz zur Verfügung.
Damit ist das angestrebte Versorgungsziel von 40 Prozent im städtischen
Durchschnitt bis zum Jahr 2013 nicht erreicht.
Bis 2015 können nach heutigem Planungsstand zusätzlich
zu den zwei Hort-Notprogrammen weitere 739 Plätze in Kinderhorten
geschaffen werden. Damit wird künftig für 38 Prozent der
Grundschüler und Grundschülerinnen ein Platz in einer
Kita (Kinderhort und Haus für Kinder) angeboten.

Geplante Investitionen in städtischen Baumaßnahmen
für Horte
Zur Fortschreibung des Mittelfristigen Investitionsplanes (MIP)
2012 bis 2015 wurden auch Mittel für weitere Kinderhorte beantragt:
- Glogauer Straße in Langwasser (Ersatzneubau und Kinderhorterweiterung
um 25 Plätze)
- Grimmstraße in Erlenstegen (Umbau eines Wohnhauses zum
Kinderhort mit circa 40 Plätzen)
- Hohenbuckstraße in Schniegling (neuer Kinderhort mit 50
Plätzen)
- Van-Gogh-Straße in Herpersdorf (neue Kita unter anderem
mit 25 Kinderhortplätzen)
- Zugspitzstraße in Langwasser (Ersatzneubau und Kinderhorterweiterung
um 25 Plätze)

Verantwortlich für das Projekt ist
Georg Reif
Verwaltungsleiter und Projektleiter des Dienstleistungszentrums
Kita 2013
Kontaktdaten
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